Sinusdiagnostik
Nasenausfluss, Kopfschwellungen und Nebenhöhlenprobleme gezielt abklären
Die Sinusdiagnostik dient der gezielten Abklärung von Erkrankungen der Nasennebenhöhlen beim Pferd. Sie ist besonders sinnvoll bei einseitigem Nasenausfluss, auffälligem Geruch, Schwellungen im Kopfbereich, Atemgeräuschen oder Verdacht auf Zahn- und Kieferbeteiligung.
Kennzeichen Wann sollte ich handeln?
- einseitiger Nasenausfluss
- unangenehmer Geruch aus Nase oder Maul
- Schwellung im Gesicht oder Oberkieferbereich
- Atemgeräusche
- erschwerte Nasenatmung
- wiederkehrender oder chronischer Nasenausfluss
- Futterreste oder Eiter im Nasenausfluss
Handlungsempfehlung
Bitte vereinbaren Sie einen Termin, wenn Ihr Pferd einseitigen oder wiederkehrenden Nasenausfluss, auffälligen Geruch, Schwellungen im Kopfbereich oder Atemgeräusche zeigt. Fotos, Videos und Angaben zur Dauer des Ausflusses helfen bei der ersten Einschätzung.
Auf einen Blick
Ablauf
Damit Sie wissen, was auf Ihr Pferd zukommt.
Vorgeschichte und Symptome erfassen
Zunächst werden Nasenausfluss, Geruch, Dauer und bisheriger Verlauf besprochen.
Klinische Untersuchung
Kopf, Nase, Maulhöhle, Atmung und Allgemeinzustand werden beurteilt.
Endoskopie oder bildgebende Diagnostik
Je nach Befund werden Nase, Atemwege oder Nebenhöhlen genauer untersucht.
Zahn- und Kieferbeteiligung prüfen
Bei Sinusproblemen wird häufig auch der Oberkiefer-Zahnstatus mitbeurteilt.
Einordnung des Befunds
Wir besprechen, ob alles unauffällig ist oder eine Behandlung sinnvoll wird.
Hintergrund und Wissenswertes
Sinusdiagnostik beim Pferd
Die Nasennebenhöhlen des Pferdes liegen im Bereich des Gesichtsschädels und stehen anatomisch in enger Beziehung zu Nase, Atemwegen, Oberkiefer und Backenzähnen. Beschwerden in diesem Bereich können deshalb unterschiedliche Ursachen haben und müssen sorgfältig eingeordnet werden.
Wann Sinusprobleme auffallen
Typisch sind einseitiger Nasenausfluss, übler Geruch, Schwellungen im Gesicht, Atemgeräusche oder eine eingeschränkte Nasenatmung. Auch Fressprobleme, Kopfschmerzen, Empfindlichkeit im Oberkieferbereich oder wiederkehrende Beschwerden können Hinweise auf eine Beteiligung der Nasennebenhöhlen sein.
Warum Zähne eine Rolle spielen können
Die oberen Backenzähne liegen in enger Nachbarschaft zu den Nasennebenhöhlen. Entzündungen, Zahnwurzelprobleme oder andere Zahnveränderungen können deshalb Sinusbeschwerden auslösen oder verstärken. Bei bestimmten Befunden ist eine kombinierte Beurteilung von Zähnen, Kiefer und Nebenhöhlen notwendig.
Diagnostik im Zusammenhang
Die Sinusdiagnostik kann mehrere Untersuchungen umfassen. Dazu gehören klinische Untersuchung, Maul- und Zahnkontrolle, Endoskopie, Röntgen oder weiterführende Bildgebung. Welche Schritte sinnvoll sind, richtet sich nach Beschwerdebild, Dauer, Schweregrad und vorhandenen Vorbefunden.
Behandlung richtet sich nach der Ursache
Sinusprobleme werden nicht nur nach dem sichtbaren Nasenausfluss behandelt. Entscheidend ist, die Ursache möglichst genau zu finden. Je nach Befund können Medikamente, Zahnbehandlung, Spülung, Verlaufskontrolle oder eine weiterführende Versorgung notwendig sein.