Gebiss- & Kiefergelenkskontrolle
Zähne, Kiefer und Kaubewegung gezielt beurteilen
Bei der Zahnkontrolle werden Gebiss, Zahnstellung und Maulhöhle, Kaubewegung und Kiefergelenk des Pferdes sorgfältig untersucht, damit Veränderungen früh erkannt und bei Bedarf rechtzeitig behandelt werden können.
Kennzeichen Wann sollte ich handeln?
- Futterwickel im Maul
- langsames Kauen
- Gewichtsverlust
- unangenehmer Maulgeruch
- Probleme mit dem Gebiss
- einseitiges Kauen
- Kopfschlagen oder Abwehr beim Reiten
- Futter fällt aus dem Maul
Handlungsempfehlung
Eine Gebiss- & Kiefergelenkskontrolle ist besonders sinnvoll, wenn sich Fressverhalten, Gewicht, Maulgeruch oder Verhalten unter dem Reiter verändern. Auch ohne auffällige Beschwerden sollten Pferdezähne regelmäßig kontrolliert werden.
Auf einen Blick
Ablauf
Damit Sie wissen, was auf Ihr Pferd zukommt.
Vorgespräch und Anlass der Kontrolle
Sie berichten, ob Ihnen beim Fressen, Reiten oder im Verhalten etwas aufgefallen ist.
Allgemeiner Eindruck des Pferdes
Vor der Maulhöhlenuntersuchung werden Allgemeinzustand und Verhalten eingeschätzt.
Untersuchung von Gebiss und Maulhöhle
Zähne, Zahnfleisch, Schleimhäute und Kaufunktion werden gezielt kontrolliert.
Einordnung des Befunds
Wir besprechen, ob alles unauffällig ist oder eine Behandlung sinnvoll wird.
Empfehlung zur weiteren Betreuung
Sie erhalten eine Einschätzung, wann die nächste Kontrolle sinnvoll ist.
Bei Bedarf: Übergang zur Zahnbehandlung
Wenn krankhafte Veränderungen vorliegen, kann eine Behandlung geplant oder direkt durchgeführt werden.
Hintergrund und Wissenswertes
Gebiss- und Kiefergelenkskontrolle beim Pferd
Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur haben großen Einfluss auf Futteraufnahme, Wohlbefinden und Rittigkeit des Pferdes. Veränderungen im Gebiss können Schmerzen verursachen, die Kaubewegung einschränken und sich auch auf Kopfhaltung, Anlehnung oder Bewegungsablauf auswirken.
Warum regelmäßige Kontrollen wichtig sind
Pferdezähne nutzen sich lebenslang ab und verändern sich mit Alter, Fütterung und individueller Gebissstellung. Dabei können scharfe Kanten, Haken, Stufen, Wellen oder Fehlstellungen entstehen. Solche Veränderungen bleiben anfangs oft unbemerkt, können aber Schleimhäute verletzen oder die Futteraufnahme erschweren.
Typische Hinweise auf Gebissprobleme
Auffällig werden Gebissprobleme häufig durch langsames Fressen, Futterverlust, Wickelkauen, Maulgeruch, vermehrten Speichelfluss oder Gewichtsverlust. Auch Widerstand beim Auftrensen, Kopfschlagen, Anlehnungsprobleme oder einseitige Schwierigkeiten bei Stellung und Biegung können mit Maul- oder Kieferbeschwerden zusammenhängen.
Kiefergelenk und Kaubewegung
Das Kiefergelenk ist eng mit Kaumuskulatur, Zähnen und Kopfhaltung verbunden. Einschränkungen oder Schmerzen in diesem Bereich können die Kaubewegung verändern und sich auf das gesamte Bewegungsgefühl des Pferdes auswirken. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur einzelne Zähne, sondern das Zusammenspiel von Gebiss, Kiefer und Kaumuskulatur zu betrachten.
Untersuchung und weiteres Vorgehen
Die Kontrolle beginnt mit der Vorgeschichte und einer äußeren Beurteilung von Kopf, Kaumuskulatur und Kiefergelenk. Anschließend wird die Maulhöhle untersucht. Je nach Befund können Zahnkorrektur, Verlaufskontrolle, Anpassungen an Trense oder Gebiss oder weiterführende Untersuchungen notwendig sein.