Gebiss- & Kiefergelenkskontrolle

Zähne, Kiefer und Kaubewegung gezielt beurteilen

Bei der Zahnkontrolle werden Gebiss, Zahnstellung und Maulhöhle, Kaubewegung und Kiefergelenk des Pferdes sorgfältig untersucht, damit Veränderungen früh erkannt und bei Bedarf rechtzeitig behandelt werden können.

Kennzeichen Wann sollte ich handeln?

  • Futterwickel im Maul
  • langsames Kauen
  • Gewichtsverlust
  • unangenehmer Maulgeruch
  • Probleme mit dem Gebiss
  • einseitiges Kauen
  • Kopfschlagen oder Abwehr beim Reiten
  • Futter fällt aus dem Maul

Handlungsempfehlung

Eine Gebiss- & Kiefergelenkskontrolle ist besonders sinnvoll, wenn sich Fressverhalten, Gewicht, Maulgeruch oder Verhalten unter dem Reiter verändern. Auch ohne auffällige Beschwerden sollten Pferdezähne regelmäßig kontrolliert werden.

Auf einen Blick

Vorbereitung

Heller, ruhiger Platz, Halfter, möglichst wenig Stress; direkt vorher möglichst nicht füttern

Narkose

Für eine gründliche Kontrolle häufig leichte Sedation sinnvoll

Dauer der Untersuchung

20–40 Minuten

Vorsorge

Je nach Alter und Befund regelmäßige Kontrollen empfohlen

Nachsorge

In der Regel kaum nötig, außer bei weitergehender Behandlung

Schonzeit / Belastbarkeit danach

Nach Sedation am selben Tag nicht arbeiten

Kontrolltermine nötig?

Ja, abhängig von Alter und Befund

Risiken / mögliche Komplikationen

Selten kleinere Schleimhautreizungen oder kurzfristige Empfindlichkeit

Damit Sie wissen, was auf Ihr Pferd zukommt.

Vorgespräch und Anlass der Kontrolle

Sie berichten, ob Ihnen beim Fressen, Reiten oder im Verhalten etwas aufgefallen ist.

Zu Beginn besprechen wir, ob es konkrete Auffälligkeiten gibt: verändertes Kauverhalten, Futterwickel, Gewichtsverlust, Maulgeruch, Rittigkeitsprobleme oder Abwehr gegen das Gebiss. Auch Alter, Nutzung, frühere Zahnbehandlungen, Fütterung und bekannte Erkrankungen sind wichtig. So lässt sich besser einschätzen, ob es sich um eine Routinekontrolle handelt oder ob gezielt nach einer Ursache gesucht werden sollte.

Allgemeiner Eindruck des Pferdes

Vor der Maulhöhlenuntersuchung werden Allgemeinzustand und Verhalten eingeschätzt.

Vor der eigentlichen Zahnkontrolle verschaffen wir uns einen Eindruck vom Pferd: Ernährungszustand, Muskulatur, Verhalten, Schleimhäute und Kreislauf. Das ist besonders wichtig, wenn für eine gründliche Untersuchung eine leichte Sedation sinnvoll ist. Gleichzeitig können äußere Hinweise wie einseitige Kaumuskulatur, empfindliche Bereiche am Kopf oder Futterreste im Maul erste Anhaltspunkte geben.

Untersuchung von Gebiss und Maulhöhle

Zähne, Zahnfleisch, Schleimhäute und Kaufunktion werden gezielt kontrolliert.

Die Maulhöhle des Pferdes ist tief und ohne geeignete Hilfsmittel nur eingeschränkt beurteilbar. Für eine gründliche Kontrolle werden Licht, Maulgatter und bei Bedarf eine leichte Sedation eingesetzt. Beurteilt werden unter anderem Zahnstellung, Abrieb, scharfe Kanten, Haken, Wellen- oder Stufenbildung, Futtereinspießungen, lockere Zähne, Schleimhautverletzungen und Hinweise auf Erkrankungen an Zahnfleisch oder Zahnwurzeln.

Einordnung des Befunds

Wir besprechen, ob alles unauffällig ist oder eine Behandlung sinnvoll wird.

Nach der Untersuchung wird der Befund eingeordnet. Nicht jede kleine Veränderung muss sofort behandelt werden. Entscheidend ist, ob die Kaufunktion gestört ist, ob Schleimhäute verletzt werden, ob Schmerzen zu erwarten sind oder ob sich ein Befund verschlechtern könnte. Wenn eine Korrektur notwendig ist, wird besprochen, ob sie direkt erfolgen kann oder ob ein separater Behandlungstermin sinnvoll ist.

Empfehlung zur weiteren Betreuung

Sie erhalten eine Einschätzung, wann die nächste Kontrolle sinnvoll ist.

Der passende Kontrollrhythmus hängt vom Alter, vom Zahnstatus und von der Nutzung des Pferdes ab. Junge Pferde im Zahnwechsel, Senioren und Pferde mit bekannten Zahnproblemen sollten meist enger kontrolliert werden. Bei unauffälligen erwachsenen Pferden ist häufig ein regelmäßiger Vorsorgerhythmus ausreichend. Ziel ist, Veränderungen früh zu erkennen, bevor sie Fressprobleme, Schmerzen oder Rittigkeitsstörungen verursachen.

Bei Bedarf: Übergang zur Zahnbehandlung

Wenn krankhafte Veränderungen vorliegen, kann eine Behandlung geplant oder direkt durchgeführt werden.

Wenn bei der Kontrolle behandlungsbedürftige Befunde sichtbar werden, besprechen wir die nächsten Schritte. Häufig können scharfe Kanten, Haken oder störende Fehlbelastungen im Rahmen einer Zahnbehandlung korrigiert werden. Bei komplexeren Befunden, stark lockeren Zähnen, Verdacht auf Zahnwurzelprobleme oder Veränderungen der Nasennebenhöhlen kann weiterführende Diagnostik oder die Einbindung spezialisierter Partner sinnvoll sein.

Gebiss- und Kiefergelenkskontrolle beim Pferd

Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur haben großen Einfluss auf Futteraufnahme, Wohlbefinden und Rittigkeit des Pferdes. Veränderungen im Gebiss können Schmerzen verursachen, die Kaubewegung einschränken und sich auch auf Kopfhaltung, Anlehnung oder Bewegungsablauf auswirken.

Warum regelmäßige Kontrollen wichtig sind

Pferdezähne nutzen sich lebenslang ab und verändern sich mit Alter, Fütterung und individueller Gebissstellung. Dabei können scharfe Kanten, Haken, Stufen, Wellen oder Fehlstellungen entstehen. Solche Veränderungen bleiben anfangs oft unbemerkt, können aber Schleimhäute verletzen oder die Futteraufnahme erschweren.

Typische Hinweise auf Gebissprobleme

Auffällig werden Gebissprobleme häufig durch langsames Fressen, Futterverlust, Wickelkauen, Maulgeruch, vermehrten Speichelfluss oder Gewichtsverlust. Auch Widerstand beim Auftrensen, Kopfschlagen, Anlehnungsprobleme oder einseitige Schwierigkeiten bei Stellung und Biegung können mit Maul- oder Kieferbeschwerden zusammenhängen.

Kiefergelenk und Kaubewegung

Das Kiefergelenk ist eng mit Kaumuskulatur, Zähnen und Kopfhaltung verbunden. Einschränkungen oder Schmerzen in diesem Bereich können die Kaubewegung verändern und sich auf das gesamte Bewegungsgefühl des Pferdes auswirken. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur einzelne Zähne, sondern das Zusammenspiel von Gebiss, Kiefer und Kaumuskulatur zu betrachten.

Untersuchung und weiteres Vorgehen

Die Kontrolle beginnt mit der Vorgeschichte und einer äußeren Beurteilung von Kopf, Kaumuskulatur und Kiefergelenk. Anschließend wird die Maulhöhle untersucht. Je nach Befund können Zahnkorrektur, Verlaufskontrolle, Anpassungen an Trense oder Gebiss oder weiterführende Untersuchungen notwendig sein.

Kontaktdaten

Bitte tragen Sie Ihren Namen ein!
Bitte tragen Sie Ihre Adresse ein
Bitte tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein!
Bitte Telefonnummer eintragen
Geburtsdatum*
Bitte tragen Sie Ihr Geburtsdatum hier ein

Angaben zum Pferd

Invalid Input
Invalid Input
Invalid Input
Invalid Input
Invalid Input
Invalid Input
Invalid Input

Verwaltung und Betreuung

Invalid Input
Invalid Input
Invalid Input
Invalid Input
Invalid Input
Invalid Input
Invalid Input

Anlass und Dringlichkeit

Anlass des Termins
Anlass des Termins
Ungültige Eingabe
Ungültige Eingabe
Wie dringend ist der Termin?
Wie dringend ist der Termin?
Invalid Input

Bei akuten Notfällen bitte nicht das Formular nutzen, sondern direkt telefonisch Kontakt aufnehmen: 0171 4728874.

Terminwunsch

Gewünschter Zeitraum
Gewünschter Zeitraum
Invalid Input
Ungültige Eingabe
Ungültige Eingabe
Bevorzugte Tageszeit
Bevorzugte Tageszeit
Invalid Input
Invalid Input
Invalid Input

0/1200

Bitte teilen Sie uns Ihre Anfrage mit!
Einwilligung*
Einwilligung
Bitte in die Speicherung Ihrer Angaben einwilligen!
Ungültige Eingabe

Zum Thema passende oder weiterführende Inhalte

EOTRH

Schleichender Zahnabbau und übermäßige Zementablagerungen an den Zähnen

Fütterungsberatung

Angepasste Ernährung nach Bedarf, Haltung und Erkrankung

Nasen­­neben­­höhlen­­er­kran­kungen

Wenn Nase, Zähne und Kopfbereich zusammenhängen

Rittig­keits­diagnostik

Ursachenforschung bei Problemen unter dem Sattel

Zahnerkrankungen

Wenn Kauen, Maulgesundheit und Wohlbefinden beeinträchtigt sind