Fütterungsberatung

Angepasste Ernährung nach Bedarf, Haltung und Erkrankung

Bei der Fütterungsberatung wird die aktuelle Versorgung Ihres Pferdes bzgl. Futtermittel und Fütterungstechnik eingeordnet und an Alter, Nutzung, Haltung, Körperzustand und mögliche Erkrankungen angepasst.

Kennzeichen Wann sollte ich handeln?

  • Über- oder Untergewicht
  • Muskelabbau
  • Leistungsabfall
  • Stoffwechselprobleme
  • wiederkehrende Verdauungsprobleme
  • wiederkehrende Hufprobleme
  • schlechter Fellwechsel
  • unklare Futterunverträglichkeiten

Handlungsempfehlung

Bitte halten Sie Futterplan, Futtermengen, Angaben zu Heu und Stroh sowie möglichst aktuelle Fotos des Pferdes bereit.

Auf einen Blick

Vorbereitung

Futterliste, Mengenangaben, Heu-/Strohangaben und Fotos bereithalten

Nachsorge

Fütterungsplan konsequent umsetzen und Verlauf kontrollieren

Kontrolltermine nötig?

Oft sinnvoll, besonders bei Gewichts-, Stoffwechsel- oder Hufproblemen

Risiken / mögliche Komplikationen

Zu schnelle Futterumstellungen sollten vermieden werden

Damit Sie wissen, was auf Ihr Pferd zukommt.

Anlass und Ziel klären

Sie schildern, warum die Fütterung überprüft werden soll und was sich verändern soll.

Zu Beginn besprechen wir, ob es um Vorsorge, Gewichtsprobleme, Leistungsabfall, Muskelaufbau, Stoffwechselthemen, Verdauungsprobleme, Hufprobleme oder die Fütterung älterer Pferde geht. Wichtig ist auch, welches Ziel realistisch erreicht werden soll: Gewicht reduzieren, Substanz aufbauen, die Grundversorgung verbessern oder eine Erkrankung fütterungsseitig begleiten.

Aktuelle Fütterung erfassen

Raufutter, Kraftfutter, Mineralfutter und Ergänzungen werden möglichst konkret aufgenommen.

Wir erfassen, was das Pferd aktuell bekommt: Heu, Stroh, Weidegang, Kraftfutter, Mineralfutter, Mash, Öl, Zusatzfutter und Leckerlis. Entscheidend sind nicht nur die Futtermittel selbst, sondern auch Mengen, Fütterungszeiten, Qualität, Lagerung und die tatsächliche Aufnahme im Alltag.

Pferd und Haltung einordnen

Körperzustand, Nutzung, Alter und Haltungsbedingungen werden gemeinsam betrachtet.

Die Fütterung lässt sich nur sinnvoll beurteilen, wenn das ganze Pferd betrachtet wird. Dazu gehören Körperzustand, Bemuskelung, Fell, Hufe, Kotabsatz, Bewegung, Trainingsumfang, Alter, Rasse, Haltung und Gruppensituation. Ein Pferd in Offenstallhaltung hat andere Anforderungen als ein Sportpferd, ein Senior oder ein leichtfuttriges Pony.

Auffälligkeiten und Risiken bewerten

Mögliche Zusammenhänge mit Verdauung, Stoffwechsel, Hufen oder Leistung werden eingeordnet.

Bei Übergewicht, Untergewicht, Hufrehe-Neigung, Kotwasser, wiederkehrenden Koliken, Muskelabbau oder Leistungsabfall wird geprüft, ob die Fütterung eine Rolle spielen kann. Dabei geht es nicht um pauschale Empfehlungen, sondern um eine fachliche Einordnung: Was ist wahrscheinlich sinnvoll, was ist überflüssig und wo sollte weiter diagnostisch abgeklärt werden?

Empfehlung für die Fütterung

Sie erhalten konkrete Hinweise, was beibehalten, angepasst oder vermieden werden sollte.

Auf Grundlage der Angaben wird besprochen, welche Anpassungen sinnvoll sind. Das kann die Menge oder Qualität des Raufutters betreffen, die Auswahl von Mineralfutter, die Reduktion oder Umstellung von Kraftfutter, den Umgang mit Weidegang oder den Einsatz ausgewählter Ergänzungen. Änderungen sollten nachvollziehbar, praktikabel und für den Stallalltag umsetzbar sein.

Verlauf kontrollieren

Bei Bedarf wird festgelegt, wann Gewicht, Bemuskelung oder Symptome erneut beurteilt werden.

Fütterungsanpassungen brauchen Zeit. Besonders bei Gewichtsveränderungen, Stoffwechselproblemen, Hufrehe-Neigung oder älteren Pferden ist eine Verlaufskontrolle sinnvoll. Dabei wird geprüft, ob die Maßnahmen wirken, ob das Pferd sie gut annimmt und ob weitere Anpassungen notwendig sind.

Fütterungsberatung beim Pferd

Die passende Fütterung hängt nicht nur vom Futter und der Fütterungstechnik ab, sondern vom ganzen Pferd: Alter, Haltung, Nutzung, Körperzustand, Stoffwechsel und Gesundheitsgeschichte bestimmen, was sinnvoll ist.

Warum Fütterung individuell betrachtet werden muss

Pferde haben je nach Rasse, Alter, Nutzung und Haltung sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Ein leichtfuttriges Pony, ein älteres Pferd mit Muskelabbau, ein Sportpferd im Training oder ein Pferd mit Stoffwechselproblemen brauchen nicht denselben Futterplan. Deshalb ist eine gute Fütterungsberatung immer eine Einordnung der Gesamtsituation.

Grundlage ist meist das Raufutter. Heu, Stroh und Weidegang beeinflussen Verdauung, Energieaufnahme, Beschäftigung und Stoffwechsel. Kraftfutter, Mineralfutter und Ergänzungen können sinnvoll sein, sollten aber zum tatsächlichen Bedarf passen.

Wann eine Überprüfung sinnvoll ist

Eine Fütterungsberatung ist sinnvoll bei Übergewicht, Untergewicht, Muskelabbau, Leistungsabfall, wiederkehrenden Verdauungsproblemen, Zahnerkrankungen, Hufproblemen oder Stoffwechselerkrankungen. Auch bei älteren Pferden, Pferden im Aufbau oder nach Erkrankungen kann es wichtig sein, die Versorgung neu zu bewerten.

Manchmal zeigen sich Fütterungsthemen nicht direkt am Futtertrog, sondern über Fell, Hufe, Kotabsatz, Kondition, Bemuskelung oder Verhalten. Deshalb werden Beobachtungen aus dem Alltag in die Einschätzung einbezogen.

Was bei der Beratung berücksichtigt wird

Erfasst werden Futtermittel, Mengen, Fütterungszeiten, Raufutterqualität, Weidegang, Haltungsform, Bewegung und aktuelle Beschwerden. Je konkreter die Angaben sind, desto besser lässt sich beurteilen, ob die Versorgung zum Pferd passt.

Bei bestimmten Problemen kann eine weiterführende Untersuchung sinnvoll sein, zum Beispiel Blutuntersuchungen, Kotuntersuchungen oder eine genauere Abklärung von Stoffwechsel, Zähnen oder Verdauung. Fütterung ist ein wichtiger Baustein, ersetzt aber nicht die medizinische Diagnostik, wenn Symptome auf eine Erkrankung hinweisen.

Warum langsame Umstellungen wichtig sind

Der Verdauungstrakt des Pferdes reagiert empfindlich auf abrupte Veränderungen. Futterumstellungen sollten deshalb schrittweise erfolgen. Das gilt besonders bei Raufutterwechsel, Kraftfutteranpassungen, Diäten, Weidebeginn oder bei Pferden mit Verdauungsproblemen.

Fütterung als Teil der Vorsorge

Eine passende Fütterung kann helfen, Belastungen für Verdauung, Stoffwechsel und Bewegungsapparat zu reduzieren. Sie ist damit nicht nur eine Reaktion auf bestehende Probleme, sondern ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge.

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