Fieber
Warnsignal für Infektionen oder Entzündungen
Fieber ist beim Pferd ein wichtiges Warnsignal und kann auf Infektionen, Entzündungen oder andere belastende Prozesse hinweisen. Entscheidend sind neben der Temperatur auch Allgemeinzustand, Fressverhalten, Atmung und mögliche Ansteckungsrisiken im Bestand.
Kennzeichen Wann sollte ich handeln?
- erhöhte Körpertemperatur
- Mattigkeit, Appetitlosigkeit
- Husten oder Nasenausfluss
- geschwollene Lymphknoten
- schnelle Atmung
- warme Beine oder allgemeine Abgeschlagenheit
Handlungsempfehlung
Zeitnah anrufen. Temperatur messen, Pferd separieren, nicht transportieren und Belastung vermeiden. Video ist meist nicht nötig; hilfreich sind Temperaturwert, Husten, Nasenausfluss und Fressverhalten.
Auf einen Blick
Hintergrund und Wissenswertes
Fieber beim Pferd
Fieber ist keine eigenständige Diagnose, sondern ein Warnsignal. Es zeigt, dass der Körper auf eine Infektion, Entzündung oder andere Belastung reagiert.
Woran Fieber erkennbar ist
Fieber fällt häufig durch Mattigkeit, Fressunlust, verminderten Allgemeinzustand, Husten, Nasenausfluss, geschwollene Lymphknoten oder schnelle Atmung auf. Manche Pferde wirken nur ruhiger als sonst oder weniger belastbar.
Warum Fieber abgeklärt werden sollte
Die Ursache kann sehr unterschiedlich sein: Atemwegsinfekte, Druse, Herpes, Entzündungen, Wunden, Verdauungsprobleme oder andere Erkrankungen kommen infrage. Deshalb sollte Fieber nicht nur gesenkt, sondern in seiner Ursache eingeordnet werden.
Was bis zur Untersuchung wichtig ist
Das Pferd sollte nicht gearbeitet oder unnötig transportiert werden. Messen Sie die Temperatur und notieren Sie Zeitpunkt und Wert. Wenn eine ansteckende Ursache möglich ist, sollte der Kontakt zu anderen Pferden möglichst reduziert werden.
Fieber im Bestand
Wenn mehrere Pferde betroffen sind oder Husten, Nasenausfluss oder geschwollene Lymphknoten auftreten, muss an ein infektiöses Geschehen gedacht werden. Dann sind Hygiene, Isolation und Temperaturkontrollen bei Kontaktpferden besonders wichtig.