Borreliose

Durch Zecken übertragene bakterielle Infektion

Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die meist durch Zecken übertragen wird. Beim Pferd können die Beschwerden unspezifisch sein, zum Beispiel Lahmheit, Steifheit, Fieber oder Leistungsabfall.

Kennzeichen Wann sollte ich handeln?

  • Lahmheit
  • Steifheit
  • Leistungsabfall
  • Fieber
  • Allgemeines Unwohlsein
  • wechselnde Beschwerden des Bewegungsapparates
  • Muskel- oder Gelenkempfindlichkeit
  • Mattigkeit
  • unklare wiederkehrende Symptome nach Zeckenbelastung

Handlungsempfehlung

Bitte vereinbaren Sie einen Termin, wenn Ihr Pferd unklare, wiederkehrende Lahmheiten, Steifheit, Fieber oder Leistungsabfall zeigt – besonders nach möglicher Zeckenbelastung. Akute starke Beschwerden sollten telefonisch abgeklärt werden.

Auf einen Blick

Dringlichkeit

Bei unklaren, wiederkehrenden Beschwerden zeitnah abklären

Typisch

Lahmheit, Steifheit, Fieber, Leistungsabfall oder wechselnde Beschwerden

Übertragung

Meist durch Zecken

Mögliche Diagnostik

Klinische Untersuchung, Bewegungsbeurteilung, Blutuntersuchung; Laborwerte immer im Zusammenhang mit Symptomen bewerten

Weiteres Vorgehen

Abhängig von Befund: Behandlung, Verlaufskontrolle und Abklärung anderer Ursachen

Borreliose beim Pferd

Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die in der Regel durch Zecken übertragen wird. Beim Pferd ist die Einordnung oft schwierig, weil die Beschwerden unspezifisch sein können und nicht jedes infizierte Pferd eindeutig krank wirkt.

Woran man Borreliose erkennen kann

Mögliche Hinweise sind Lahmheit, Steifheit, Fieber, Leistungsabfall, Mattigkeit oder allgemeines Unwohlsein. Manche Pferde zeigen wechselnde Beschwerden des Bewegungsapparates, Muskel- oder Gelenkempfindlichkeit oder wirken über längere Zeit nicht belastbar.

Da diese Anzeichen auch viele andere Ursachen haben können, ist Borreliose keine Blickdiagnose. Besonders bei unklaren, wiederkehrenden Beschwerden und bekannter Zeckenbelastung kann sie als mögliche Ursache mitbedacht werden.

Wie Borreliose entsteht

Auslöser sind Bakterien aus der Borrelia-Gruppe, die meist durch Zecken übertragen werden. Pferde können auf Weiden, an Waldrändern oder in feuchten, grasreichen Gebieten mit Zecken in Kontakt kommen. Nach einem Zeckenbiss können die Erreger in den Körper gelangen und dort unterschiedliche Gewebe betreffen.

Ein Zeckenbiss bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Pferd erkrankt. Ebenso beweist ein positiver Laborwert allein nicht zwangsläufig eine aktive Erkrankung. Entscheidend ist immer die Kombination aus Symptomen, Befund und Labor.

Warum die Diagnose sorgfältig eingeordnet werden muss

Die Diagnostik beginnt mit einer klinischen Untersuchung und der Einordnung der Vorgeschichte. Wichtig sind Lahmheiten, Fieber, Steifheit, Leistungsabfall, Verlauf der Beschwerden, Zeckenbelastung und mögliche andere Erkrankungen.

Blutuntersuchungen können Hinweise auf Kontakt mit Borrelien geben. Die Ergebnisse müssen jedoch vorsichtig interpretiert werden, weil Antikörper nicht automatisch bedeuten, dass die aktuellen Beschwerden tatsächlich durch Borreliose verursacht werden. Deshalb sollten auch andere Ursachen für Lahmheit, Steifheit oder Leistungsabfall geprüft werden.

Behandlung und Verlauf

Wenn der Verdacht auf eine klinisch relevante Borreliose begründet ist, kann eine antibiotische Behandlung notwendig werden. Je nach Beschwerden können zusätzlich entzündungshemmende oder schmerzlindernde Maßnahmen sinnvoll sein.

Wichtig sind Verlaufskontrollen, um zu beurteilen, ob sich Allgemeinbefinden, Bewegungsbild und Belastbarkeit verbessern. Bleiben Beschwerden bestehen, muss geprüft werden, ob weitere oder andere Ursachen beteiligt sind.

Vorbeugung und Beobachtung

Ein vollständiger Schutz vor Zecken ist im Alltag kaum möglich. Sinnvoll sind regelmäßige Kontrolle nach Weidegang, Entfernen gefundener Zecken und Aufmerksamkeit bei Pferden, die in zeckenreichen Gebieten gehalten werden.

Wenn nach einer Phase mit starker Zeckenbelastung unklare Lahmheiten, Fieber, Mattigkeit oder Leistungsabfall auftreten, sollte dies tierärztlich eingeordnet werden.

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