Verletzungen am Augenlid
Verletzungen am Augenlid schnell und sorgfältig versorgen
Lidverletzungen beim Pferd sollten immer zeitnah tierärztlich beurteilt werden. Auch kleine Wunden am Augenlid können empfindliche Strukturen betreffen, die Schutzfunktion des Lids stören oder zu Reizungen der Hornhaut führen.
Kennzeichen Wann sollte ich handeln?
- offene Wunde am Augenlid
- Schwellung im Bereich des Auges
- Blutung am Lid oder rund um das Auge
- zugekniffenes Auge
- starker Tränenfluss
- Lidrand eingerissen oder verschoben
- Verletzung durch Zaun, Haken, Tritt oder Fremdkörper
- Hornhaut wirkt trüb oder verletzt
- Eiter, Sekret oder zunehmende Entzündung
- Auge lässt sich nicht richtig öffnen
Handlungsempfehlung
Bitte melden Sie sich bei Lidverletzungen möglichst sofort telefonisch. Verletzungen am Augenlid sollten zeitnah beurteilt werden, weil Lidrand, Hornhaut oder tiefere Augenstrukturen beteiligt sein können.
Auf einen Blick
Ablauf
Damit Sie wissen, was auf Ihr Pferd zukommt.
Verletzung und Verlauf einschätzen
Zunächst werden Ursache, Zeitpunkt und bisheriger Verlauf der Verletzung besprochen.
Auge und Lid sorgfältig untersuchen
Augenlid, Lidrand, Hornhaut und umliegende Strukturen werden beurteilt.
Hornhaut und Augenoberfläche prüfen
Bei Bedarf wird kontrolliert, ob die Hornhaut verletzt ist.
Wunde versorgen
Die Wundversorgung richtet sich nach Lage, Tiefe und Beteiligung des Lidrandes.
Verlauf kontrollieren
Die Heilung wird kontrolliert und die Behandlung bei Bedarf angepasst.
Hintergrund und Wissenswertes
Lidverletzungen beim Pferd
Das Augenlid schützt das Auge, verteilt den Tränenfilm und hilft, Hornhaut und Bindehaut vor Austrocknung, Schmutz und Verletzungen zu bewahren. Wird das Lid verletzt, kann diese Schutzfunktion gestört sein. Deshalb sind Lidverletzungen mehr als eine oberflächliche Hautwunde.
Warum schnelle Abklärung wichtig ist
Verletzungen am Augenlid sollten möglichst früh beurteilt werden. Besonders kritisch sind Wunden am Lidrand, klaffende Verletzungen, starke Schwellungen, Blutungen oder ein zugekniffenes Auge. Wird der Lidrand nicht korrekt versorgt, kann es später zu Reibung, Fehlstellung oder dauerhafter Hornhautreizung kommen.
Das Auge kann mitbetroffen sein
Auch wenn zunächst nur das Lid verletzt wirkt, kann die Hornhaut oder Bindehaut beteiligt sein. Typische Warnzeichen sind Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit, Schmerz, Trübung, ein geschlossenes Auge oder Abwehr bei Berührung. Deshalb gehört zur Beurteilung einer Lidverletzung immer auch eine Augenuntersuchung.
Ursachen von Lidverletzungen
Häufig entstehen Lidverletzungen durch Tritte, Stöße, Haken, Zäune, Äste, Fremdkörper oder Scheuern. Gerade im Kopfbereich können Wunden klein aussehen, aber ungünstig liegen. Entscheidend sind Tiefe, Lage, Verschmutzung und die Frage, ob Lidrand oder Auge selbst betroffen sind.
Behandlung und Heilung
Die Behandlung richtet sich nach dem Befund. Möglich sind Reinigung, Schutz, lokale Medikamente, Schmerzbehandlung, Nahtversorgung oder weiterführende Augendiagnostik. Wichtig ist, dass das Lid nach der Heilung wieder möglichst reizfrei schließt und die Hornhaut nicht mechanisch belastet.