Nasen­­neben­­höhlen­­er­kran­kungen

Wenn Nase, Zähne und Kopfbereich zusammenhängen

Erkrankungen der Nasennebenhöhlen können beim Pferd zu Nasenausfluss, unangenehmem Geruch, Schwellungen oder Atemgeräuschen führen. Da die Ursache häufig mit den oberen Backenzähnen oder tieferliegenden Entzündungen zusammenhängt, ist eine genaue Abklärung wichtig.

Kennzeichen Wann sollte ich handeln?

  • einseitiger oder beidseitiger Nasenausfluss
  • Unangenehmer Geruch aus der Nase
  • Schwellungen im Bereich von Stirn oder Kieferhöhlen
  • Schmerzempfindlichkeit am Kopf
  • Atemgeräusche
  • Atembeschwerden
  • Husten
  • Fieber und allgemeines Unwohlsein
  • Probleme beim Kauen oder Hinweise auf Zahnschmerzen

Handlungsempfehlung

Bitte vereinbaren Sie einen Termin, wenn Nasenausfluss, Geruch, Schwellungen oder Atemgeräusche länger bestehen oder wiederkehren. Bei Fieber, deutlicher Atemnot oder Appetitlosigkeit sollte telefonisch abgeklärt werden, ob akute Hilfe nötig ist.

Auf einen Blick

Dringlichkeit

Bei länger bestehendem, einseitigem oder übelriechendem Nasenausfluss zeitnah abklären

Typisch

Nasenausfluss, Geruch, Schwellung, Atemgeräusche oder Kopfempfindlichkeit

Mögliche Ursachen

Zahnprobleme, Infektionen, Entzündungen, Fremdkörper oder strukturelle Veränderungen

Mögliche Diagnostik

Klinische Untersuchung, Zahnkontrolle, Endoskopie, Röntgen oder weiterführende Bildgebung

Weiteres Vorgehen

Abhängig von Ursache: medizinische Behandlung, Zahnbehandlung oder Überweisung zur weiterführenden Diagnostik

Nasen­neben­höhlen­erkrankungen beim Pferd

Die Nasennebenhöhlen liegen beim Pferd in enger Nachbarschaft zu Nase, Kopfstrukturen und oberen Backenzähnen. Deshalb können Beschwerden in diesem Bereich unterschiedliche Ursachen haben – von Atemwegsinfektionen bis zu Zahnproblemen.

Woran man Nasen­neben­höhlen­erkrankungen erkennen kann

Typische Hinweise sind Nasenausfluss, unangenehmer Geruch aus der Nase, Schwellungen im Bereich von Stirn oder Kieferhöhlen, Schmerzempfindlichkeit am Kopf, Atemgeräusche oder Atembeschwerden. Auch Husten, Fieber und ein reduziertes Allgemeinbefinden können auftreten.

Besonders aufmerksam sollte man bei einseitigem, eitrigem oder übelriechendem Nasenausfluss werden. Solche Veränderungen können darauf hinweisen, dass eine tieferliegende Entzündung oder ein Zahnproblem beteiligt ist.

Warum Zähne eine Rolle spielen können

Die oberen Backenzähne stehen anatomisch in enger Beziehung zu den Kieferhöhlen. Entzündungen an Zahnwurzeln oder andere Zahnerkrankungen können sich deshalb in Richtung der Nasennebenhöhlen ausbreiten. Umgekehrt können Beschwerden im Kopf- und Nasenbereich zunächst wie ein reines Atemwegsproblem wirken, obwohl die Ursache im Zahnbereich liegt.

Deshalb ist bei länger bestehenden oder wiederkehrenden Beschwerden häufig nicht nur die Nase, sondern auch das Gebiss wichtig.

Mögliche Ursachen

Nasen­neben­höhlen­erkrankungen können durch bakterielle oder pilzbedingte Infektionen, Zahnprobleme, Fremdkörper, chronische Entzündungen oder andere Veränderungen im Kopfbereich entstehen. Auch Reizungen durch Staub, schlechte Belüftung oder belastende Stallluft können Atemwege zusätzlich beanspruchen.

Welche Ursache vorliegt, lässt sich nicht allein anhand des Nasenausflusses sicher beurteilen. Entscheidend ist die Kombination aus Vorgeschichte, klinischer Untersuchung und gegebenenfalls weiterführender Diagnostik.

Wie die Ursache abgeklärt wird

Am Anfang steht die Untersuchung von Allgemeinzustand, Kopf, Nüstern, Atmung und Maulhöhle. Dabei wird geprüft, ob Hinweise auf eine Infektion, eine Zahnbeteiligung oder eine andere Veränderung vorliegen.

Je nach Befund können weitere Untersuchungen sinnvoll sein, zum Beispiel Endoskopie, Zahnuntersuchung, Röntgen oder weiterführende Bildgebung. In manchen Fällen ist eine Überweisung zur spezialisierten Diagnostik notwendig.

Behandlung und weiterer Verlauf

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei Infektionen können Medikamente, Entzündungshemmung oder gezielte weitere Maßnahmen notwendig werden. Liegt ein Zahnproblem zugrunde, muss die zahnmedizinische Ursache behandelt werden. Bei komplizierten oder chronischen Befunden kann eine weiterführende Versorgung in einer Klinik sinnvoll sein.

Für den Verlauf ist wichtig, nicht nur die Symptome zu lindern, sondern die eigentliche Ursache zu finden. So lässt sich vermeiden, dass Beschwerden wiederkehren oder chronisch werden.

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